Hundeblog

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Hunde sind im Sommer Südländer

, am 6. Juli 2010

Was für ein schöner Sommer! Jedenfalls für mich und für viele, viele andere Leute auch. Und wo ist man da liebsten? Natürlich draußen! Dort fühlen wir Hundeleute uns ja sowieso besser als irgendwo sonst. Aber diese Jahreszeit hat für unsere Hunde ihre Tücken.

Denn Hunde können ohne weiteres Sonnenbrand bekommen oder einen Hitzschlag.

Daher sollte man längere Spaziergänge wirklich auf die Morgen- und Abendzeit verlegen und nicht ausgerechnet in der Mittagssonne auf freiem Feld umherlaufen. Zugegeben: viele Hunde liegen gerne in der Sonne. Das scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Aber zum einen können sie sich im Garten jederzeit erheben und dem Schatten aufsuchen und zum anderen produzieren sie nicht zusätzliche Eigenwärme durch die Bewegung. Meistens sind die Sonnenbäder auch nicht von langer Dauer, es sei denn, dass noch nicht Hochsommer ist, sondern erst Frühjahr.

Wirkliche Sommerhitze dämpft enorm der Aktivität und natürlich auch das Durchhaltevermögen. Daher ist es am besten so zu handeln wie diejenigen, denen Hitze am vertrautesten ist. Das sind bei uns in Europa die Südländer. Und die pflegen über Mittag ihre Siesta zu halten. Und das sicher nicht ohne Grund. Also gönnen wir unseren Hunden doch einen kühlen Raum oder ein schattiges Gebüsch und behelligen wir sie an heißen Sommertagen nicht mit irgendwelchen Aktivitäten.

Sollte es zu aus irgend einem Grund doch einmal zu vermehrter Bewegung während der heißen Stunden des Tages gekommen sein, so macht es Sinn den Hund genau zu beobachten. Bewegungsstörungen wie taumelndes Laufen oder andere ungewohnt unkoordinierte Bewegungen können ebenso Alarmsignale für einen Kreislaufkollaps durch die Hitze sein, wie plötzliches Erbrechen, oder auch übermäßiges Hecheln mit flacher Atmung. Man sollte seinen Hund gut genug kennen, um zum Beispiel die Veränderungen bei der Atmung erkennen zu können.

Und bitte: lassen Sie im Sommer bei heißem Wetter keinen Hund im Auto! Auch dann nicht, wenn das Fahrzeug im Schatten steht. Im Auto ist der Hund zwar vielleicht im Schatten, wenn nämlich die Sonne nicht schon weiter gewandert ist. Es lädt sich aber ganz sicher trotzdem mit Wärme auf und ein dort eingesperrter Hund gerät schnell in Lebensgefahr. Daher ist es in einigen Ländern auch strikt untersagt, überhaupt einen Hund im Auto zurückzulassen. Natürlich ist das bloße Mitnehmen des Hundes im Auto nicht bedenklich, denn unterwegs wird man schon ganz von selbst für angenehme Temperaturen sorgen, gerade heute, wo die meisten Fahrzeuge doch mit einer Klimaanlage ausgestattet sind.

Selbstverständlich sollte es sein, bei längeren Spaziergängen Wasser für den Hund dabei zu haben! Auch dann, wenn man vernünftigerweise erst gegen Abend geht. Denn, mag auch die Sonne verschwunden sein oder tief stehen, die Luft ist doch an Sommerabenden immer noch voll aufgewärmt. Überhaupt steigt natürlich der Wasserbedarf der Hunde beisammen ganz enorm an, dass Bedarf sicher keiner weiteren Erklärung.

Manchmal wird empfohlen, langhaarige Hunde abzuscheren, sobald der Sommer beginnt. Das haben wir auch mal versucht, es hat aber keinen besonderen Effekt gehabt. Außer, dass man die Zecken wesentlich besser absammeln konnte. Der geschorene Hund war unser Australian Shepherd Fritzchen und wir haben gehofft, dass er davon profitieren würde und im Sommer ein bisschen munterer wäre. Er sei zunächst natürlich gewöhnungsbedürftig aus.

Fritzchen geschoren und im vollen Ornat:

 

Aussie Fritz frisch geschoren



Und Fritz im vollen Fell

 

Aber er war sonst so wie immer und es reicht vollkommen aus, den Bauch ein wenig frei zu scheren. Das hat natürlich auch zur Folge, dass das lange Bauchfell nicht so viel Dreck festhält. Angenehmer Nebeneffekt. Wir meinen also, dass die Total-Schur für den Sommer verzichtbar ist. Und was die Zecken betrifft: dagegen hat man ja heutzutage diverse Mittelchen, die in das Fell getropft werden und die Plage für ein paar Wochen verhindern.

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