Kollektivstrafe für alle Hundehalter in Niedersachsen durch neues Hundegesetz geplant
Eckbert, am 7. Mai 2010
Noch ist es nicht Gesetz: aus dem niedersächsischen Landwirtschaftsministerium kommt ein neuer Vorstoß, um den Hundehaltern insgesamt eine neue Auflage aufzuhalsen, die eigentlich nur für diejenigen gedacht ist, die verantwortungslos oder sogar verbrecherisch handeln.
In der Begründung seitens der zuständigen neuen Ministerin heißt es unter anderem,
dass sie auch in ihrer Eigenschaft als Mutter sich um den Schutz ihrer Kinder sorgt. Da frage ich mich doch, ob ich demnächst damit rechnen muss als Mensch einfach deshalb mit Auflagen rechnen zu müssen, weil es auch andere Menschen gibt, die zum Beispiel rauben oder morden oder sich an Kindern vergreifen. Oder muss ich als Autofahrer damit rechnen, den Führerscheinentzug zu bekommen, weil andere rasen oder alkoholisiert am Steuer sitzen?
Ganz ehrlich: die Bestrebungen zu so einem Hundegesetz empfinde ich als genauso überzogen wie die Vergleiche, die ich oben gebracht habe. Ich empfinde sie als das, was ich in der Überschrift geschrieben habe: als die Absicht, alle Hundehalter kollektiv zu bestrafen, weil es einige schwarze Schafe gibt. Wo sonst, ausser wenn es um unsere Hunde und uns als Hundehalter geht, wird eine weit überwiegende Mehrheit danach beurteilt und gemassregelt, was eine verschwindend kleine Minderheit unliebsamner, ignoranter und evtl. sogar krimineller Aussenseiter falsch macht?
Jeder Zwang nimmt Freude. Das gilt nicht nur für unsere Hunde, bei deren Erziehung man heutzutage schließlich auch deutlich raffinierter vorgeht als mit Zwang und Schmerz zu arbeiten, sondern auch für uns Menschen. Welch ein Umstand wird da heraufbeschworen und welch eine Bevormundung, die doch impliziert, dass der durchschnittliche Hundehalter ein dummer Mensch sein muss, der sich von sich aus keinerlei Sachkenntnis aneignen kann. Im übrigen: Druck erzeugt Gegendruck. Einige Anmerkungen zu diesem immer wiederkehrenden Thema Hundeführerschein (und hier noch einmal zum Hundeführerschein) habe ich vor Jahren ja schon in den Texten dieser Seite gemacht.
Bestrebungen wie die oben genannte tragen für meinen Begriff dazu bei, dass in unserer denaturierten, der Natur und den Tieren entwöhnten Lebenswelt die Denaturierung und die Entfremdung vom eigentlich normalen, weil natürlichen, immer noch schlimmer wird, als sie sowieso schon ist, bis dahin dass sie fast festgeschrieben wird als neuer Normalzustand. Eine grausame Vorstellung.
Meine Überzeugung ist, dass durch weitere Vorschriften, schärfere Gesetzgebungen und mehr Überwachung nichts gewonnen wird, sondern ausschließlich dafür gesorgt wird, dass Konfrontationen verschärft werden, die heutige Neigung zu Panikmache und Übertreibungen gestärkt wird und dass auf subtile Art vermittelt wird, dass der Ausnahmefall die Regel darstellt.
Da kann ich nur hoffen, dass in den nun noch nötigen Abstimmungen dieser Mentalität ein klarer Riegel vorgeschoben wird.

Am 11. August 2010 um 09:21 Uhr
[...] mit den Negativ-Beispielen aus der Hundeszene in einen Pott schmeissen will und über ein neues Hundegesetz mehr Bürokratie, mehr staatliche Kontrolle über das Privatleben und mehr Kosten auf jeden [...]
Am 3. Februar 2011 um 12:49 Uhr
Sinn und Unsinn eines Hundeführerscheins
Es ist kaum mehr zu ertragen wie hier versucht wird eine öffentliche Mehrheit für ein gesellschaftliches Problem zu bilden!
Allerorts versucht man durch gesetzliche Regelungen und Vorschriften und Verordnungen die Entfremdung des Menschen von seinem Umfeld zu rechtfertigen
Tiere haben sich an neuzeitliche Anforderungen zu halten. Richterliche Entscheidungen, die das Krähen des Hahns oder das Bellen des Hundes minutengenau festlegen runden dieses Bild ab.
Wie viele Tiere landen in Tierheimen,da erst nach der Anschaffung festgestellt wird das hier ein Lebewesen mit Bedürfnissen,das die persönliche Freiheit einschränkt seine Recht fordert. Nur wenn man bereit ist diese Einschränkungen hinzunehmen wird man auch vcn der Kreature reichlich belohnt.
Ein Führerschein ist ein Stück Papier. Wir alle wissen, dass mit dem Führerschein in der Tasche kein Auto unfallfrei bewegt werden kann. Erst durch die tägliche Übung wird man sicherer und lernt den Umgang und die Handhabung.
Auch wenn es viele verschiedene Automarken gibt, die in Größe, Farbe und Form varieren handelt es sich um tote Gegenstände.
Bei Tieren kommt hinzu, dass diese wie Menschen schmerzen empfinden, einen eigenen Charakter haben und je nach Rasse und Größe andere Anforderungen an den Hundehalter stellen.
Wer glaubt mit einem Hundeführerschein die gesellschaflichen Fehlentwicklungen zu heilen ist auf dem Holzweg.
Wie soll die persönliche Eignung des Hundehalters geprüft werden? Wer stellt sicher, dass der Ausbilder geeignet ist überhaupt zu erkennen ob Hund und Halter überhaupt passen und dies auch so bleibt? Hier wird nur bestätigt, dass jemand in der Handhabung und dem Umgang geschult wurde.Über die Qualität dieser Schulung kann man sich trefflich streiten.
Warum haben wir keinen Führerschein für Eltern?
Kommen doch hier genau die selben Probleme zum Vorschein. Ist Mann oder Frau geeignet ein Kind zu erziehen nur weil man einen Kinderwagen schieben oder ein Baby wickeln kann? Reicht es aus wenn man weiss wieviel Nahrung ein Mensch braucht. Ist es ausreichend ein Fernsehverbot auszusprechen oder sollte sogar frülhzeitig das Kind an die neue Technologie herangeführt werden und ist es sinnvoll vielleicht schon im Kindesalter das Kind mit Computerspielen vertraut zu machen?
Und wenn es dann aus dem Ruder läuft Punkte in einer Kartei zentral zu sammeln oder gar Strafseminare anzuordnen und wenn das nicht Hilft andere Sanktionen zu verhängen?
Auch sollte dann über eine Abgabestelle nachgedacht werden, falls festgestellt wird das die eigenen Wunschvorstellungen nicht mit dem tatsächlichen Aufwand und den persönlichen Vorstellungen übereinstimmen.
Auch die gesellschaftliche Meinung ist wichtig. Wie häufig werden junge Familien eingeschränkt, wenn es dem lieben Nachbarn, die andere Ziele, Ansichten und Bedürfnisse haben missfällt.
Auf ein Tier bezogen ist es doch ganz einfach. Hier wird dann angezeigt und der Halter des Tieres kommt in einen Hexenkessel.
Viele Menschen kümmern sich liebevoll um ihre 4-Beinigen Lebensabschnittgefährten und werden hier zum gesellschaftlichen Spielball.
Übrigens wer schult die Personen, die kein Tier haben? Auch ohne Führerschein habe ich mich den Regelungen der Straßenverkehrsordnung zu unterwerfen.
Sind nicht auch viele Meldungen durch Unachtsamkeit und Fehlverhalten Dritter verursacht. Und wenn Menschen Fehler machen, dann gilt auch dies für Tiere! Aber es wird der Tag kommen wo uns die Industrie ein Chipgesteuertes Instrument gibt, dass vom Hersteller vorprogrammiert ausgeliefert wird und im Falle des Nichtgefallens einfach durch die Tonne entsorgt wird.