Hundeblog

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Der Herbst ist da – Zeit zum Schreiben!

, am 9. November 2008

In dieser Jahreszeit kann man wieder etwas mehr Zeit für so etwas wie eine Webseite aufbringen. Schließlich ist es noch gar nicht so lange her, dass um diese Uhrzeit noch helles Tageslicht draußen war, und da ist man doch dann lieber mit den Hunden noch ein wenig unterwegs gewesen, statt drinnen zwischen vier Wänden zu sitzen.

Nun ja, das ist jetzt für einige Monate vorbei, und daher ergänze ich meine Seite heute um dieses Blog, zu dem alle herzlich eingeladen sind, die sich gern über Hunde unterhalten möchten.

Hundebesitzer sind bekanntlich ebenso unterschiedlich wie ihre Hunde, daher sind gerade alle Themen rund um unsere mehr oder weniger braven Begleiter hervorragend geeignet, um zu unterschiedlichen Meinungen und Methoden zu gelangen.

In diesem Sinne hoffe ich auf einen lebhaften Blog, der mit dem Austausch von Erlebnissen, Ideen und Meinungen letztendlich dazu da sein könnte, dass unsere Hundis davon profitieren können!

Abgelegt unter Allgemein

Keine Reaktion zu “Der Herbst ist da – Zeit zum Schreiben!”

  1. matthias

    Hallo,habe heute die Seite durchgelesen.
    Sehr schön beschrieben.
    Fast alles habe ich auch immer so gemacht und es hat immer sehr gut geklappt.

    Wichtig fand ich immer auch, den Hund von Anfang an nicht merken zu lassen, wo die Grenze der körperlichen Einwirkung ist. Der Hund ist ja immer schneller und gewandter als der Mensch und hat sehr bald kapiert, wann man ihn nicht mehr zu fassen kriegt.

    Oft habe ich das mit einer Wurfkette gemacht, die ich den Hunden auf Asphalt vorgeworfen habe, (ohne zu treffen!), etwa bei der Grenze der tolerierten Entfernung und etwas darüber hinaus. Das Geräusch habe ich dann mit dem Befehl “Komm zurück!” verbunden, und zwar im freundlichen Ton, als liebevolle Rettung vor der “bösen” Kette. Dabei darf der Hund natürlich nicht sehen, daß die Kette von mir geworfen wurde. Ich habe also etwas versetzt auf den Asphalt geworfen oder in ein Gebüsch, so daß der Hund sich erschreckt hat und ich ihn “retten” konnte. Dann habe ich den Hund liegen lassen und habe die “gefährliche Stelle” kontrolliert, die Kette unauffällig an mich genommen und den Hund mit einem ruhigen “Ist gut” gerufen. Das zeigte dem Hund, daß ich für Sicherheit sorge.

    Das Problem der körperlichen Einwirkung entfällt dann, weil mein “Komm zurück” dem Hund auf weite Entfernung klarmacht, daß möglicherweise eine Gefahr droht, die er selbst noch gar nicht erkannt hat, er fühlt sich also ungemütlich, ohne daß ich in irgendeiner Weise bedrohlich wirke.

    Mit der Zeit habe ich das auf verschiedene Geräusche “abseits des Weges” übertragen, sodaß der Hund jedesmal zu mir schaut und wissen will, was von dem Geräusch zu halten ist. Ein einfaches “Ist gut” langt dann schon und ein freundliches “Komm zurück” sagt dem Hund, daß was im Busch ist und ich erstmal nachschauen will.

    Negativ bei der Methode mit der Kette ist, daß andere Menschen glauben, ich würde versuchen, den . Hund zu treffen und wollte ihm Schmerzen zufügen, was dann oft zu mitleidigen Reaktionen führt, die der Hund begeistert aufnimmt. Diese Leute erklären dem Hund förmlich, daß ich der Böse bin.

    Wie könnte man das anders aufbauen?

  2. matthias

    Sehr interessant fand ich auch die Ausführungen unter “Mentales”, wo gesagt wird, daß man sich selbst auf die Aufgabe und das Ziel konzentrieren soll, im Vertrauen darauf, daß der Hund versteht, was man will.

    Warum ist das so?

    Ich glaube, daß der Hund von Natur aus vom Verhalten des Partners ablesen kann, welches Ziel dieser verfolgt, denn er ist als Rudeljäger darauf eingestellt, Körpersprache und Bewegung zu beobachten und zu interpretieren. und entsprechend zu reagieren. Der Hund will nicht einfach folgen, sondern er will ergänzen und steuert ein Verhalten bei, welches zum Ziel führt.

  3. Eckbert Heinenberg

    Hallo Matthias, schön mal wieder von dir zu hören! Die Sache mit der Konzentration meine ich so, dass die eigene Überzeugungskraft quasi größer wird, wenn man mit seinen Gedanken voll bei der Sache ist. Das Konzentriertsein auf das, was man tut, verleiht einfach eine erhöhte Überzeugungskraft. Und das gilt nicht nur für den Umgang mit Hunden, sondern ganz allgemein und daher auch für den Umgang mit Hunden. Ich hatte vor vielen Jahren einmal einen Reitlehrer, einen Sport-Professor aus Hildesheim, der es anders ausdrückte, er sagte nämlich: “lassen Sie das Pferd Ihre Kraft spüren, aber wenden Sie sie niemals an”. Die Kraft spüren lassen beinhaltet natürlich, sich selbst in eine gewisse Spannung zu setzen. Das heißt wieder, sich zu konzentrieren, diesesmal auf den eigenen Körper, die Elastizität und die Einsatzbereitschaft jedes Muskels. Allein das schon erzeugt die notwendige psychische Spannung, um wahrgenommen, für voll genommen und akzeptiert zu werden. Tiere haben eine Antenne dafür, wie viel gedankliche Energie jemand in das investiert, was er tun will. Übrigens stammt von dem gleichen Reitlehrer auch ein anderer Satz, denn meine Hunde-Hompage steht: “niemals im Zorn!” Wer sich nur im geringsten zu einer Ungerechtigkeit gegen ein Pferd hinreißen ließ, anstatt den Fehler bei sich selbst zu suchen, hatte umgehend abzusitzen und zu Fuß zu gehen. Sehr lehrreich und unvergesslich und nützlich zum Umgang mit jedem Tier, so auch mit Hunden.

    Zum zweiten Absatz deines Kommentars: da stimme ich voll und ganz mit deiner Ansicht überein! Genau das ist die Grundlage, warum man mit Hunden so vieles erreichen kann, was mit anderen Tieren kaum möglich ist.

  4. Eckbert Heinenberg

    Noch mal zu deinem Kommentar vom 9. November. Ich hatte dir darauf ja schon eine Antwort gemailt und werde sie hier nun der Vollständigkeit halber auch noch posten.

    immer wieder schön, wenn man feststellt, dass es andere Leute mit ähnlichen Ansichten gibt!

    Daher erst mal ein Dankeschön für Ihre Mail. Und gleichzeitig eine Entschuldigung dafür, dass ich erst heute antworte. Aber gestern war ich den gesamten Tag unterwegs und heute hatte ich auch noch diverses zu tun. Na ja, sie werden das selbst kennen….

    Schöne Methode, wie sie das mit der Wurfkette handhaben. Die Situation mit den Reaktionen von Leuten, die gar nicht mitbekommen haben um was es gerade geht, die kenne ich auch. Aber in den meisten Fällen kann man die Sache ja klären, wenn es auch einige merkwürdige Zeitgenossen gibt, die gar nicht erst zuhören wollen, was man zu dem zu sagen hat, was sie da gerade falsch verstanden haben. Was ich immer sofort unterbinde, ist, dass jemand sich mit meinem Hund befasst. Das verbitte ich mir energisch genug, dass es auch sofort verstanden wird. Danach sage ich dann etwa so etwas wie: “lassen Sie es mich erklären, die Situation ist etwas anders als sie zu sein scheint”. Normalerweise lässt sich die Lage dann in Nullkommanix klarstellen. Bis eben auf die wenigen Ausnahmen, die entweder nicht in der Lage sind zuzuhören, oder nicht in der Lage sind, einem Gedankengang zu folgen, der ihnen gerade erklärt worden ist. Zu diesen Leuten fällt mir nur Ein Spruch ein und das ist der altbekannte: “gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen”. Leider kann man nicht mit 100 Prozent aller Menschen klarkommen.

    Allerdings hatte ich dieses Problem seit zig Jahren nicht mehr, denn einerseits habe ich mir angewöhnt, auf meine Hunde unauffällig einzuwirken und zum anderen bevorzuge ich zum Rausgehen solche Gebiete, wo man kaum Leute antrifft, und wenn, dann sind das nicht so welche. Seitdem ich mit der Hundeschule aufgehört habe, hat mich niemand mehr mit Hund in irgendeiner Stadt gesehen. Das war sogar einer der Gründe, warum ich dieses Gewerbe abgemeldet habe. Denn ich bin schon als Kind nur mit massivem Zwang dazu zu bringen gewesen, eine Stadt zu betreten. Und wenn ich dorthin muss, dann möchte ich bitte keinen Hund dabei haben. Ich fühle mich dort nämlich vollkommen fehl am Platz und die einzigen Gelegenheiten, zu denen ich mich mit Hund in irgend ein solches Umfeld begeben habe, waren eben solche, die hundeschul-technisch nicht zu umgehen waren. Ich bin eben mein Leben lang lieber irgendwo draußen gewesen, wo man sich mindestens zu zu einem Teil einbilden kann, sich in Natur zu bewegen. Für mich ist es wesentlich wichtiger, dass mein Hund wildrein ist, als dass er eine rote Ampel kennt. Und was es da sonst noch alles gibt, wenn man es sich antut, in eine Stadt oder eine Parkanlage zu gehen. Ich wüsste nicht, wann ich in den letzten 10 Jahren mit irgendeinem Hund an einer Ampel vorbei gekommen wäre. Insofern bezieht sich meine Antwort also auf die Vergangenheit.

    Haben Sie übrigens Lust, den Inhalt ihrer Mail zu veröffentlichen? Ich finde das, was sie schreiben, einfach gut. Ich habe nämlich einen neuen Blog eingerichtet, der jetzt zur Hundeseite dazugehört, und das wäre ein toller erster Beitrag. Aber das ist natürlich nur ein Vorschlag und wenn sie keine Lust dazu haben, dann ist das für mich selbstverständlich auch vollkommen in Ordnung. Aber eben eine schöne Idee. Und Sie würden vielleicht noch ein paar Antworten auf ihre abschließende Frage bekommen. Gerade um Ideen zu solchen und weiteren Problemen oder Situationen zu sammeln, habe ich den Blog installiert. Denn so können alle Hundehalter unter meinen Besuchern profitieren, so dass sie auf eine Situation schon vorbereitet sind, die vielleicht jemand Anderes mal passiert ist, wenn Sie selbst einmal solchen Leuten begegnen sollten.

    Nun ja, das war noch eine Antwort auf eine Zuschrift per E-Mail, die ich gewöhnlich per Sie beantworten, aber ich denke hier im Blog fast ein Du dann doch wohl besser ;-)

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