Muss es immer Hundesport sein?

Viele Hundebesitzer freuen sich jede Woche wieder auf den Tag im Verein. Und wenn es zwei oder drei Tage sind, dann freuen Sie sich auch zwei- oder dreimal darauf.

Das ist natürlich schön. Denn es ist immer schön, wenn die Hunde eine Beschäftigung haben, gefordert werden, was neues lernen. Das ist erlebnisreich und aufbauend für alle beide, den Hund und seine Menschen.

Und für die beteiligten Menschen geht es natürlich auch um mehr, nämlich um den geselligen Teil bei der ganzen Sache – und auch das ist ja nur positiv.

Es gibt diverse Möglichkeiten, sich gemeinsam mit anderen mit Hunden zu beschäftigen. In den letzten 30 Jahren boomt es geradezu, dass es immer wieder neue Ansätze gibt. Da kam die Agility-Welle, die sich heute in eine feste Institution der Hundewelt verwandelt hat. Oder irgendwann brachte jemand das Dog-Dancing auf. Manches läuft auch unter neuem Namen mit ein paar leichten oder größeren Abänderungen, denke ich zum Beispiel an Mantrailing oder Obidience. Und dann gibt es auch noch Leute, die Hüte-Übungen an Schafen als Sport betreiben. Auch die Musher mit ihren Schlittenhunden werden immer mehr. Und natürlich gibt es auch noch den Hundesport alter Machart, ganz traditionell. Und dabei habe ich hier nur einiges aufgezählt, da gibt es noch einiges mehr.

Aber was all diesen und vielen anderen Aktivitäten gemeinsam ist: Es geht um Hundesport und damit meist auch um Wettkampf. So weit so gut. Und wer das Ganze so betreibt, dass den Hunden dabei kein Schaden entsteht und kein Tier unter übertriebenem Ehrgeiz seines Besitzers zu leiden hat, der macht ja auch gar nichts verkehrt. Ganz im Gegenteil – denen, denen so was liegt, macht das alles Spaß und den allermeisten beteiligten Hunden ganz bestimmt auch.

Allerdings ist der Wettkampfgedanke nicht jedermanns Sache. Meine übrigens auch nicht. Mir geht es ausschließlich um Tiere und nicht darum, welcher Hund wo mehr Punkte macht. Mir persönlich nimmt sowas die Freude am Tun, und ich weiß aus vielen Begegnungen, dass es mir nicht allein so geht.

Aber auch solche Hundefreunde müssen nicht darauf verzichten, sich mit Gleichgesinnten zu treffen, denn natürlich kann man auch ganz ohne wettkampfmäßige Hintergedanken etwas auf die Beine stellen. Und sportlich ist das auch, denn wer sich mit Hunden trifft, wird sich ganz automatisch auch bewegen.

Da ist mir letztens ein neuer Kontakt auf den Bildschirm geweht, kurz und bündig aber umso netter: es geht um Menschen, die sich zwanglos treffen und miteinander spazieren gehen, wandern oder Feste feiern. Und das Ganze mit Hund. Aber es geht noch weiter: auch wer keinen Hund hat aber Hunde mag, ist dort herzlich willkommen. Alles zwanglos aber doch mit klaren Regeln, was die mitgenommenen Hunde betrifft. Und damit auch wieder absolut hundegemäß. Mir gefällt das einfach. Und es gibt sicher auch noch mehr solche Klübchen. Aber was ich auf der Webseite sehe, das gefällt mir eben so gut, dass ich die Hunderunde Schnellbach hier unbedingt mal erwähnen möchte. Schade nur, dass sie sich so weit weg befindet, nämlich im Hunsrück. Aber das wäre doch mal etwas, was bestimmt auch anderswo vielen Spaß machen kann.

Natürlich kann man sowas auch einfach so mit zwei, drei Bekannten verabreden – auch gut! Aber was mir dort so besonders gut gefällt, ist dass jeder mitmachen kann, der Lust hat, andere Hundeleute zutreffen aber auch jeder, der mit Hunden laufen will, vielleicht auch Hunde erst einmal kennen lernen will, aber selbst noch keinen Hund besitzt. Und dadurch, dass eine gewisse Organisiertheit und eine klare Ordnung das Ganze zu so etwas wie einer Institution macht, kann ich mir vorstellen, dass sich der eine oder andere vielleicht lieber dort einfindet und als Fremder dazu stößt, als wenn es sich um eine private Clique handeln würde. Eine tolle Gelegenheit also auch, um Hunden erst einmal näher zu kommen, bevor man die Verantwortung für ein eigenes Tier übernehmen will.

Darum ist es mir ein Bedürfnis, die Seite der Hunderunde Schnellbach von hier aus verlinken. Sicher wird es noch mehr Besucher geben, denen schon das Stöbern in der Seite einen Eindruck von dem positiven Geist vermittelt, der hinter dieser Sache steht.

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