Urlaub mit Hund

Silvester am Mittelmeer in Südfrankreich

Wer fährt nicht gern in Urlaub? Wohl jeder wird von Zeit zu Zeit das Bedürfnis haben, die gewohnte Umgebung zu verlassen und irgendwo ganz woanders zu sein. Neue Gegenden entdecken, neue Wege finden und dem Alltag einfach entkommen.

Für alle Hundefreunde entsteht daraus das Dilemma, dass es eben nicht möglich ist, den Hund überallhin mitzunehmen. Ich selbst nehme die Hunde dann mit, wenn ich das Urlaubsziel mit dem Auto erreichen kann. Bei längeren Fahrten, zum Beispiel
in den Süden Frankreichs, unterteile ich die Anfahrt mit Zwischenstopps, damit die Tagesetappe nicht zu lang wird und noch Zeit genug bleibt, um unterwegs und am Tagesende ausgiebig mit den Hunden zu gehen. Unsere Hunde kennen das und freuen sich sichtlich, sobald sie bemerken, dass wir die Koffer packen. Sie sind ihre offenbar ebenso gern unterwegs wie wir auch. Selbst unser Fritz, der im Grunde ziemlich ängstlich ist, wenn es um fremde Menschen geht, hat von Anfang an jedes Hotel betreten, als wenn er dort etwas besonders Gutes zu erwarten hätte. Mal ganz abgesehen davon, eine neue Umgebung zu erkunden. Das macht den Hunden ja auch dann Spaß, wenn man nur am Wochenende einmal etwas weiter wegfährt anstatt in der gewohnten Umgebung hinauszugehen.

Anders ist es bei Flugreisen. Ich mag unsere Hunde nicht im Käfig einsperren und dann in den Bauch des Fliegers verstauen lassen. Leider habe ich mal abgesehen von den sprechenden Situationen, denen die Hunde dabei ohnehin schon ausgesetzt sind, auch schon beobachtet, dass das Verladepersonal mit den Transport-Boxen, in denen sich lebende Tiere befinden, nicht auf allen Flughäfen angemessen umgeht. Zum Beispiel konnten wir sehen, wie auf dem Flughafen von Faro eine Hundebox mit Hund beim Entladen vom Fließband fiel, was einen Sturz von ungefähr 3-4 Meter bedeutete, und dann von einem der Arbeiter einfach mit Schwung wieder hinaufgeschmissen wurde. Wenn ich mir vorstelle, dass darin mein Hund hätte sitzen können, wird mir heute noch schlecht. Also bleiben unsere Hunde bei guten Freunden, bei denen sie mehr oder weniger ein zweites zuhause haben und wo sie sehr gern hingehen, wenn wir per Flieger verreisen. Das geht wunderbar auf Gegenseitigkeit, alle vier Hunde kommen bestens miteinander aus, und die anderen beiden Hunde kommen auch gern zu uns. In diesem Fall beginnen wir mit dem Koffer packen aber erst, nachdem die Hunde weggebracht sind, damit sie sich nicht schon auf einer Reise freuen, die wir dann ohne sie machen.

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Generell tut es den Hunden ja absolut gut, den Urlaub mit ihren Menschen zusammen zu genießen. Denn in den Ferien hat man nun mal mehr Zeit für die Hunde und es tut dem gegenseitigen Verhältnis immer sehr, sehr gut, dass man noch mehr zusammen unternimmt als zuhause.

Andererseits habe ich aber einige Urlaubsziele, die mit dem Auto de facto nicht erreichbar sind, entweder weil zu viel Meer dazwischen liegt oder weil es einfach zu weit ist. Eine Entfernung von 2500 oder 3000 Kilometern mit dem Auto zu fahren, um dann lediglich zwei Wochen Zeit zu haben, ist einfach mehr Stress als Freunde.

Mich würde mal interessieren, ob jemand anderes schlechte Erfahrungen beim Fliegen mit Hund gemacht hat und ob es hier vielleicht jemand gibt, der/die vielleicht regelmäßig mit dem Hund irgendwohin fliegt und meine Bedenken zerstreuen kann.

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3 Antworten auf Urlaub mit Hund

  1. Petbob sagt:

    ich würde meinen Hund auch nie mit ein einen Flugurlaub nehmen, da ich wirklich kein gutes Gefühl dabei hätte im Flugzeug zu sitzen und zu wissen, dass mein Hund unten bei den Koffern in einer Box eingesperrt ist. Im Auto kann man seinen Hund wenigsten beobachten und sehen wie es ihm geht. Lieber lasse ich den Hund mal 1-2 Wochen bei den Schwiegereltern. Da geht es Ihm gut und er wird von vorne bis hinten verwöhnt 😉

  2. Eckbert sagt:

    Hallo Petbob, ich denke, das dumme gefühl, wenn der Hund im Laderaum wäre, würde mich auch nicht verlassen.

    Bei Autofahrten kann man auch wunderschöne Pausen machen, wir halten ungefähr alle ein-einhalb Stunden an und gehen ein kleines Stückchen, meist runter von der Raststätte irgendeinen Weg ins „Hinterland“. tut eimem selbst auch richtig gut.

  3. Futterscout sagt:

    Hallo zusammen,

    dieses Jahr war auch des erste Jahr in dem wir mit unserem 2,5 Jahre alten Golden Retriever „Lycos“ zusammen in den Urlaub fahren wollten. Normalerweise bleibt er wenn wir nur kurz verreisen z.B. für ein Wochenende bei meinen Eltern welche auch 2 Hunde haben, aber dieses Jahr wollte wir Ihn mal mitnehmen. Eine Flugreise habe wir direkt ausgeschlossen, da ich es unserem Lycos niemals antun würde Ihn in eine Transportbox zu stecken. Soll ja schließlich auch Urlaub für Ihn sein und kein purer Stress. Da wir wissen, dass er zumindest kurze Strecken sehr gerne Auto fährt, haben wir uns entschlossen eine Reise an den Garda See in Italien zu machen. Die Fahrt dauert ca. 12 Stunden und mit 3 Stopps haben wir es geschafft gut anzukommen. Ich war überrascht wie gut unser Lycos mit der Fahr zurecht gekommen ist. Er hat fast ausschließlich geschlafen und nur im Stau wurde er immer wach. Fast wie ein kleines Kind, die schlafen ja meist auch solange das Auto in Bewegung ist. Da wir nun wissen, dass auch längere Autofahrten mit Ihm kein Problem sind werden wir sicherlich die nächsten Jahre auch wieder gemeinsam mit Ihm verreisen.

    Viele Grüße
    Mark

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