Beschwerde bei der EU gegen das deutsche Jagdsystem

"Bereichern" überall das Bild der Landschaft: Jagdliche Einrichtungen

„Bereichern“ überall das Bild der Landschaft: Jagdliche Einrichtungen

Zufällig habe ich mitbekommen, dass vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde dagegen anhängig ist, dass jeder Landeigentümer in Deutschland verpflichtet ist seine landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und anderen in der freien Landschaft gelegenen Grundstücke zu bejagen, beziehungsweise zwangsweise der so genannten Jagdgenossenschaft beizutreten, wenn seine Flächen eine gewisse Mindestgröße nicht erreichen.

Diese Jagdgenossenschaft verpachten dann die Gesamtfläche aller Mitglieder als Jagdrevier. Nun wird sich ein Landbesitzer vor dieser zwangsweisen Bejagung seiner Flächen.

Es heißt, dass die Tatsache, dass diese Klage vom Europäischen Gerichtshof überhaupt angenommen wurde, schon heißen kann, dass es eine gewisse Aussicht auf Erfolg gegeben könnte.

Warum blogge ich das hier? Nun, dadurch würden sich ja die Verhältnisse draußen vielleicht total verändern,

soweit es die Jagd betrifft und damit auch die Möglichkeit, das Jagdausübungsberechtigte gegen Hunde und deren Halter auf allen Flächen außerhalb der geschlossenen Ortschaften vorgehen können.

Da immer wieder Vorfälle bekannt werden, in denen auf teilweise unglaubliche Art und Weise harmlose Hundehalter ich sag mal angepöbelt werden und völlig überzogen und zu Unrecht versucht wird, sie des Geländes zu verweisen, kann man als Hundehalter nur hoffen, dass diese Klage dazu führt, die Selbstherrlichkeit mancher (ausdrücklich: lange nicht aller!) Jäger in gewisse Schranken zu weisen.

Wie jeder weiß, der meine Webseite brave-Hunde.de gelesen hat, bin ich der letzte, der es in irgendeiner Weise befürwortet, dass ein Hund Wild hetzt. Ganz im Gegenteil, ich finde den Schutz des Wildes vor vor solchem furchtbaren Stress, erst recht vor Verletzungen oder Tod durch Wild hetzende Hunde absolut gewährleistet sein muss. Und zwar durch die Hundehalter selbst.

Aber leider wurde ich erst vor kürzester Zeit daran erinnert, wie manche Jäger sich aufspielen. Da wollte doch einer uns den Durchgang durch einen Weg in einem kleinen Heidestück verbieten, weil er dort einen Hochsitz hatte und das Schwarzwild mittels Maisfütterung ankirren wollte, um um dann vielleicht zum Schuss kommen zu können. Zum Glück kenne ich mich gut genug mit den gesetzlichen Grundlagen des Betretungsrechts in Feld und Wald gut genug aus, um mich von einem solchen Typen in keiner Weise verblüffen lassen zu müssen. Nach einem ziemlich intensiven Wortwechsel, er aufgebracht ich ruhig, musste er schließlich klein beigegeben. Aber angesichts der Art des Auftretens wird er sicher bei manchen anderen schon „Erfolg“ gehabt haben mit seiner unverschämten Art und Weise.

Und solche Vorfälle lassen mich hoffen, dass es in absehbarer Zeit umfangreiche jagdfreie Flächen geben wird, auf denen man sich von solchen Leuten unbehelligt bewegen kann.

Näheres zu dieser Beschwerde kann man nachlesen auf der Seite zwangsbejagung-ade.de

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